Donnerstag, 1. Dezember 2016

Advent, Advent ...

... der Baum, der brennt! 

Okay, zugegeben, der Baum brennt noch nicht, und die erste Kerze schon seit immerhin drei Tagen, aber sein wir doch mal ehrlich: als Kind freut man sich nicht zwingend auf die erste Kerze, nein, man freut sich zunächst einmal auf das erste Schokoladenkläppchen! 

🍫🎅🍫🎄🍫🎅🍫

Zugegeben, virtuelle Schokolade ist nicht die beste Idee. Sie ist nicht einmal eine gute Idee. Und darum gibt es bei mir auch an den folgenden vierundzwanzig Tagen keine Schokolade, nein, es gibt etwas viel besseres: Meinen wunderbaren Adventskalender ! Einfach täglich oben rechts auf den Adventskalenderschriftzug klicken, und schon öffnet sich ein Popup-Fenster (ein bisschen Geduld ist vielleicht vonnöten, ich weiß, in der Vorweihnachtszeit ist das viel verlangt!), über das sich bis Weihnachten jeden Tag ein Türchen öffnen lässt. Was sich hinter den einzelnen Kläppchen verbirgt ... nun, das möchte ich noch nicht vorwegnehmen, nur so viel sei gesagt: Ein chronologisches Öffnen wäre durchaus von Vorteil! 

Und für alle, denen ich mit diesem Adventskalender-mal-anders noch nicht den absoluten Vorweihnachtsoverkill verpasst habe, denen beschere ich jetzt gleich noch ein bisschen Schneepladderadatsch von oben! Jingle Bells und Frohen Advent! 🎅💝⛄

Montag, 7. November 2016

Rezension: Am Ende bleiben die Zedern (Pierre Jarawan)

Titel: Am Ende bleiben die Zedern
Autor: Pierre Jarawan
Genre: Roman
Verlag: Piper
Seitenzahl: 391
ISBN: 978-3-8270-7865-0
Format: eBook



"Wer glaubt, er habe den Libanon verstanden,
dem hat man ihn nicht richtig erklärt." (S. 4)

Mit diesem Zitat eines alten, libanesischen Sprichwortes beginnt der Poetry-Slammer und Autor Pierre Jarawan seinen im Jahr 2016 veröffentlichten Roman Am Ende bleiben die Zedern. Der in Jordanien geborene Autor mit deutschen und libanesischen Wurzeln schafft es in seinem Romandebüt, die lyrische Sprache seiner Bühnenpoetik, die Geschichte eines über Jahrzehnte hinweg gespaltenen Landes und das einfühlsame Porträt eines jungen Menschen auf der Suche nach seinem Vater und sich selbst zu einer mitreißenden Geschichte zu verflechten, der es weder an Spannung, noch an Emotionalität und geschichtlicher wie politischer Genauigkeit mangelt. Jarawan erhielt für Am Ende bleiben die Zedern das Literaturstipendium der Stadt München 2015, sowie den Bayrischen Kunstförderpreis 2016. 


Achtung, diese Montagsfrage kann triggern!

Die Montagsfrage ist eine Aktion, die regelmäßig auf dem Buchfresserchen-Blog stattfindet. Jeden Montag wird eine Frage rund ums Thema Bücher gestellt, die man dann innerhalb einer Woche auf seinem eigenen Blog beantworten kann. 
http://buch-fresserchen.blogspot.de/p/montagsfrage.html

 

Habt ihr Trigger, die euch am Weiterlesen hindern


Hu, eine gefährliche Frage! Für mich allerdings einfach und in Kürze zu beantworten, denn außer den generellen Mag-ich-nicht-gefällt-mir-nicht-ist-mies-geschrieben-Argumenten, gibt es für mich in der Regel nur einen fixen Grund, ein Buch nicht zuende zu lesen, und das ist: Ekel. 💩 Ja, richtig, ich bin eine totale Ekel-Mimose! Bei Splatterfilmen halte ich mir, sollte ich aus Versehen eingeschaltet haben, die Augen zu, glibberiges Essen vermeide ich nach Kräften und bei Büchern, ja, da verfahre ich in der Regel genau so, denn ich habe einfach eine zu blühende Fantasie, um mir heraushängende Gedärme, ekliges Gewürm, herumspritzende Exkremente oder krude Mordfantasien zu Gemüt zu führen! (Und, wenn ich ehrlich bin, selbst die Vorstellung von selbigen bringt mich gerade beim Tippen zum Würgen ... es ist eine Krux!

Auch, wenn mein Gehirn und ich grundsätzlich (wie vermutlich ein Großteil der Menschen) vom Bösen und Dunklen fasziniert sind, so teilt mein Magen diese Faszination leider nicht - und darum sind schon einige Horrorromane und Thriller bei mir zum unausgelesenen Verstauben im Regal verdammt worden - bevor ich über das Buch kotze, lege ich es lieber an die Seite und lese in einer harmlosen Zusammenfassung nach, wie Herr King, Herr Laymon oder Frau Slaughter ihre überquellende Mord- und Ekellust dann irgendwie haben ausklingen lassen ... und gönne mir stattdessen lieber einen schmackhaften Klassiker, süßen Chick-Lit-Roman oder ein harmloses Lustiges Taschenbuch. 

Und, wie sieht es bei euch aus? Seid ihr auch so Magen-Mimosen wie meine Wenigkeit, oder habt ihr andere "Trigger", die euch ein Buch direkt zur Seite legen lassen?  

Sonntag, 6. November 2016

Zurück aus dem Altweibersommerloch!

Ein lautes - okay, ehrlich währt am längsten - verschlafenes Hallo in den grauen Novembersonntag hinein! 

Ja, mich gibt es noch. Anderthalb Monate Funk-, nein, passend zur Jahreszeit: Totenstille liegen hinter mir und meinem Blog, aus der ich uns jetzt aber ein und für allemal aufwecke:

KLINGELING! ⏰

So, jetzt sind wir alle wach und ich konnte gleich mal Bloggers neue Emoticon-Funktion ausprobieren. Fazit: Jap, die habe ich definitiv gebraucht! (Und jetzt brauche ich ganz dringend jede Menge Beherrschung, um nicht jeden meiner Beiträge mit den zahlreichen Icons zu füllen und damit vom Essentiellen abzulenken: den Texten. Na ja, seien wir mal nicht so streng mit uns selbst, ein kleiner 😀 hier und da hat doch noch niemandem geschadet, genau so wenig wie ein leckerer 🍹 oder eine gute Mütze voll 💤! 

Ich merke, das schreit die Tage mal nach einem kleinen Emoji-Text! 

Aber back to topic: Es gibt einen Grund für mein langes Stillschweigen, oder sogar mehrere, und auch wenn ich sonst nicht der größte Nähkästchenplauderer bin, so sollte ich doch ein, zwei Worte dazu loswerden: Ich schreibe euch gerade nämlich nicht mehr aus dem muckelig-warmen, wenn auch um diese Jahreszeit recht nebligen Freiburg im Breisgau, sondern aus dem momentan arschkalt-verplästerten Düsseldorf, ja, es hat mich nämlich Ende September vierhundert Kilometer rheinabwärts verschlagen! Meine Zeit an der Freiburger Uni war leider vorbei, und mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass ich irgendwann in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren vielleicht mal an einen Broterwerb denken sollte, habe ich mich daraufhin für den Master Literaturübersetzen in Düsseldorf eingeschrieben. Und da bin ich nun, neue Stadt, neue Uni, neue WG, neue Menschen, alte Menschen, neue Aufgaben, neue Jobs, neue-alte Fernbeziehung ... 

Das alles unter einen Hut, oder vielmehr eine Wintermütze zu bekommen, war meine Priorität in den letzten sechs Wochen, weshalb mein Web-Wohnzimmer hier für eine Weile unbeheizt bleiben musste. Aber jetzt wird es langsam Zeit, ein paar Holzscheite in den Ofen zu schieben, ein bisschen Papier draufzupacken und meinem ausgekühlten Blog mit ein paar Artikeln wieder ordentlich einzuheizen! (Klingt nur ein bisschen vulgär, der Vergleich, aber gut.) Den NaNoWriMo lasse ich aber trotzdem ausfallen - offiziell, mein privater NaNo läuft natürlich immer weiter. 

Ich danke allen, die auch nach dieser langen Zeit der Stille wieder (oder noch?) als Leser bei mir vorbeischneien, sage Willkommen zurück! und weitherhin Viel Spaß beim Lesen!

💝🍂🌁🍵🍕🍫

 

Samstag, 17. September 2016

Classic Confessions: Klassiker in der Schule?

Die Classic-Confessions-Aktion hat sich Antonia von Lauter&Leise ausgedacht. Jeden Mittwoch stellt sie eine Frage aus dem weiten und spannenden Feld der literarischen Klassiker - ganz meine Bühne!

Brauchen wir Klassiker in der Schule?  


Eine gute Frage, diese Woche, eine interessante, und eigentlich auch eine wichtige - und deswegen versuche ich mich mal an einer sehr idealistischen Antwort darauf, auch wenn die Schule jetzt natürlich schon ein Weilchen zurückliegt, und mich zur Zeit weniger beschäftigt. Aber wer weiß schon, wie in künftigen Generationen gelehrt wird, schließlich ist schon unsere Schulzeit kaum mit der unserer Eltern zu vergleichen, mit der unserer Großeltern noch weniger, und wenn wir noch weiter zurückgehen, landen wir in Generationen, die sich wohl glücklich schätzen durften, wenn sie überhaupt Lesen, Schreiben, Rechnen lernten. 

Aber back to topic:

Samstag, 10. September 2016

ZUSAMMEN/KUNST: Countdown läuft



In vier Wochen ist es soweit! Die dritte jährliche ZUSAMMEN/KUNST, dieses Jahr erstmalig im Rheinberger Haus der Generationen

Was?


Unter Organisation des KeinVerlag e.V. illustrieren und interpretieren Künstler aus Rheinberg und Umgebung Texte der KeinVerlag-Autoren. Genreübergreifend erarbeiten Autoren und Künstler gemeinsame Bühnenauftritte. Malerei, Musik, Theater, Tanz - hier wird für jeden Geschmack etwas geboten! 

Wann und wo? 

  • 08. Oktober 2016
  • ab 16:30 Uhr
  • Haus der Generationen Rheinberg, Grote Gert 50, 47495 Rheinberg

Programmablauf: 

  • 16:30 Uhr: Matinée mit Ausstellung der Bilder. Eintritt frei. 
  • 18:00 Uhr: Hauptprogramm (AK: 5 €) 

Kommet zuhauf und staunet, was da geboten wird! :-)

Montag, 5. September 2016

Montagsfrage: Brot für den Prot, Quiche für misch ... äh, mich.

Die Montagsfrage ist eine Aktion, die regelmäßig auf dem Buchfresserchen-Blog stattfindet. Jeden Montag wird eine Frage rund ums Thema Bücher gestellt, die man dann innerhalb einer Woche auf seinem eigenen Blog beantworten kann. 
http://buch-fresserchen.blogspot.de/p/montagsfrage.html

Und dieses Mal, das muss ich ganz ehrlich sagen, entspricht die Montagsfrage ganz meinem Geschmack bezüglich Absurdi- und Kulinarität! 

Habt ihr ein schlechtes Gewissen gegenüber Protagonisten, wenn die bspw. hungern müssen und ihr nebenher futtert

 

Sonntag, 4. September 2016

Romanarbeit: Ein Anfang

Wie bereits in meinem Bericht von unserer Grenzgänger-Lesung im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt angedeutet, sitze ich (mal wieder, ich weiß) an einem neuen Romanprojekt, und das schon seit einiger Zeit. Hier, in meiner neuen Rubrik Romanarbeit, werde ich ab jetzt schreibprozessbegleitend bloggen, meine Charaktere vorstellen, die ein oder andere Leseprobe bieten und von meinen Fortschritten, Problemen, Recherchearbeit und dergleichen berichten.

Was ich jetzt im Voraus schon verraten kann: Der Roman trägt momentan den Arbeitstitel Der Anfang vom Käse - daher auch mein abgewandeltes Logo, das in Zukunft auf den ersten Blick verraten soll, worum es geht. Dieser Titel (einer meiner Lieblingskritiker meinte einmal, ich solle ihn auf jeden Fall beibehalten und nicht in meinem Archiv abgelegter Arbeitstitel verschwinden lassen) beruht auf einem realen Ausruf einer realen Person - und in meinem nächsten Beitrag aus dieser Reihe, werde ich en detail erklären, wie es dazu kam. Auch die Handlung werde ich erst später umreißen, ich möchte nur eins loswerden: Es geht mitnichten in erster Linie "im Plauderton" um "den Alltag eines ungleichen Paares." (klick) Nö.

Aber lest selbst. Demnächst. Und am besten hier.

Samstag, 3. September 2016

Ein Hauch von Zwiebeln

Das Messer in ihrer Hand fühlte sich angenehm kühl an und es durchtrennte die helle Knolle auf dem Schneidebrett, als handelte es sich um weiche Butter. Ein energischer Querschnitt, dann zerteilte Eloise die erste Hälfte der Zwiebel in Ringe. Fahrig wischte sie sich mit dem Handrücken über die Augen, die den reizenden Substanzen sogleich Tribut zollten. Schniefend legte sich Eloise die zweite Hälfte zurecht  und führte das Messer in die Nähe ihrer Finger, ohne zu sehen, wo genau sie den Schnitt setzte. 

Sie sah das Blut, bevor sie den Schmerz spürte. Reflexartig steckte sie ihren Finger in den Mund, schmeckte Eisen mit Zwiebeln, oder Zwiebel mit Eisen.
„Eisenartiger Zwiebelgeschmack“, sagte sie laut zu sich selbst und lachte, ein einsames, hysterisches Geräusch in der hellen Küche, die von der Arbeitsfläche abgesehen, auf der sich sowohl unberührtes Gemüse, als auch bereits gewürfelte Zwiebeln stapelten, fast steril wirkte. Ein Tropfen Speichel, mit Eloises eigenem Blut vermischt, lief beim Lachen aus ihrem Mundwinkel und sie beeilte sich, ihn fortzuwischen. Die ersten Gäste mussten bald schon kommen, da durfte sie nicht aussehen, wie einem Vampirfilm entsprungen. 

Mittwoch, 31. August 2016

Grenzgänger-Trip nach Rumänien (II): Die erste Lesung (oder auch: wir sind jetzt wichtig)

 
Tja, da uferte der erste Reisebericht schon aus ... kennen wir ja, nichts Neues, also was tun? Richtig: Den Bericht splitten. Wer schon den ersten Bericht verfolgt hat, der weiß ja, was Sache ist: Grenzgänger, Fernbusfrust, Rumänien, zu kleine Blase, schöne Pension, musikalischer Brainstorm. Ab geht's also mit dem obligatorischen akademischen ... ähm, rumänischen Viertel Verspätung in den Bulli und auf nach Sibiu. Eckdaten: halb sechs, drohender Regen, Arschkälte. Motivation ungebrochen.


Abends - Lesung im Erasmus-Büchercafé


Der Eingang des Erasmus-Büchercafés, Inhaber Jens Kielhorn,
aufgenommen am Samstag (nicht, dass sich jemand über
mangelnde Authentizität bezüglich des Wetters beschwert! :D)
Mir ist schlecht. Nicht vor Aufregung, ganz ehrlich, seit Leipzig hauen mich Lesungen nicht mehr wirklich um - aber diese Schlaglöcher! Wenn man bedenkt, dass selbst mein Vater und meine Schwester es schon schafften, meinen Magen unter deutschen Straßenverhältnissen zum Brodeln zu bringen (ja, ich weiß, ich bin eine Fahrzeugmimose) ... nein, nein. Ich halte während der Fahrt nach Sibiu nach Möglichkeit die Klappe und fühle mich ein wenig käsig (also - noch käsiger als gewohnt), als wir aus dem Bus klettern und akrobatisch diverse Schlaglöcherpfützen umrunden. Ich blicke etwas unglücklich auf meine Ballerinas und die Feinstrumpfhose - irgendein dubioser Online-Wetterdienst (danke, wetter.com, -.de etc.pp.!) war der Ansicht gewesen, in Sibiu gäbe es angenehme 23-30 °C und allenfalls gelegentliche Schauer. Aha. Schön, dass wetter.com und -.de und wer weiß nicht wer sonst noch das wissen - das Hermannstädter Wetter weiß es leider nicht. Noch während wir in den Innenhof des Büchercafés treten und dort endlich auf Christa, Willi und Schlachtenbummlerin Heike treffen, fängt es wieder an zu dröppeln. Na, halleluja. Ich frage mich, wie groß wohl die Motivation bei den Hermannstädtern sein mag, sich bei Usselwetter zu einer Lesung von fünf mehr oder noch mehr unbekannten Deutschen zu schleppen. 

Groß, anscheinend.

Montag, 29. August 2016

Grenzgänger-Trip nach Rumänien (I): Bus, Blase, Beatles

Zehn Tage bin ich jetzt schon wieder aus Rumänien zurück, und vor lauter Uni-Zeugs, Wohnungssuche und dergleichen noch nicht dazu gekommen, vernünftige Lesungs- und Reiseberichte zu posten! Eine Schande, Schimpf und Schmach einmal wieder über mein Haupt, aber das wird diese Woche jetzt endlich nachgeholt. Zunächst allerdings eine kleine, kurze, freudige Begründung, warum es mit dem Bericht so lange gedauert hat: Zum einen habe ich endlich, endlich, was lange währt, und so, meinen Bachelor bestätigterweise hinter mich gebracht und die Zusage für einen Masterstudienplatz in Literaturübersetzen eingesackt - was bedeutet, dass ich meiner zweiten Heimat Freiburg leider Ende September auf Wiedersehen sagen muss, um wieder Richtung NRW (sprich: ennervé) zu ziehen.

Die letzte Woche habe ich schon mit bisher leider erfolgloser Wohnungssuche in Düsseldorf verbracht - aber bis zum Semesterbeginn Mitte Oktober ist ja noch ein bisschen Zeit, also fleißig Däumchen drücken, dass alles smooth über die Bank geht! Jetzt bin ich erst einmal wieder in Deutschlands Sonnenstadt (und die meinte es die letzten Tage fast schon ein bisschen zu gut) und habe ein bisschen Zeit und Muße, mich den Berichten unserer Rumänien-Reise zu widmen. Let's go, oder wie der Rumäne sagt ... offen gestanden - ich habe keine Ahnung, wie der Rumäne sagt. Jedenfalls sagt er es durchschnittlicherweise nicht auf Englisch. Aber der Reihe nach (wen mein Geplänkel nicht interessiert, der möge einfach direkt zum Lesungsbericht springen!):


Freitag, 12. August

 

Nachts. Und ein abgründiger Exkurs über nichtexistentes Sozialverhalten.


Jeder Mensch ist ein Abgrund. Man schaudert, wenn man hineinsieht, soll Georg Büchner gesagt haben, und mit Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein, setzt der gute, alte Nietzsche wie gewohnt noch einen drauf. Nicht, dass ich irgendeine Ahnung hätte, mit welchen menschlichen Abgründen die beiden Herren zu Lebzeiten zu kämpfen hatten, aber gemessen an ihrem Hang zur Aphoristik müssen das ziemlich schlimme gewesen sein. Allerdings bin ich mir wiederum sehr sicher, dass keiner von beiden sich mit den wirklich schlimmsten, schwärzesten und wohlverborgensten Abgründen der menschlichen Seele hat auseinandersetzen müssen, denn die offenbart sich meines Erachtens nur an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Tageszeit: im Fernbus bei Nacht. 

Freitag, 19. August 2016

Mein Liebster Award!

Aww! Da hat mich die liebe Myna doch glatt für den Mein Liebster Award nominiert! Vielen, vielen lieben Dank dafür, und natürlich erfülle ich, zumal meine Berichte von meiner (Lese-)Reise nach Siebenbürgen noch ein bisschen Zeit brauchen, ohne Zögern und Zaudern meine mir damit übertragenen Pflichten, die da wären: 
  • Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in deinem Artikel. (CHECK!)
  • Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger gestellt hat.
  • Nominiere 2 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  • Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.
  • Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award Blog-Artikel. (CHECK!)

 Hier also meine Antworten auf Mynas 11 Fragen: 


Donnerstag, 11. August 2016

Classic Confessions: Drama, Baby, Draaaama!

http://derzauberkasten.blogspot.de/p/uber-die-aktion.html
Die Classic-Confessions-Aktion hat sich Antonia von Lauter&Leise ausgedacht. Jeden Mittwoch stellt sie eine Frage aus dem weiten und spannenden Feld der literarischen Klassiker - ganz meine Bühne!



Endlich wieder einmal eine Classic-Confessions-Frage, die ich spontan und vor allem sicher beantworten kann! Also gebe ich mich jetzt, vor meiner Lesereise ins Land der Vampire, nach Siebenbürgen, vielleicht besser bekannt als: Transsilvanien, zur Einstimmung in ein ähnlich düsteres Milieu: das, der Dramen ...


Was ist dein klassisches Lieblingsdrama?

 

Montag, 8. August 2016

Montagsfrage: Bücherwurmkarriere

Die Montagsfrage ist eine Aktion, die regelmäßig auf dem Buchfresserchen-Blog stattfindet. Jeden Montag wird eine Frage rund ums Thema Bücher gestellt, die man dann innerhalb einer Woche auf seinem eigenen Blog beantworten kann. 
http://buch-fresserchen.blogspot.de/p/montagsfrage.html

 

Ein Blick zurück - Wie bist du zum Bücherwurm geworden

 

Freitag, 5. August 2016

Rezension: Harry Potter and the Cursed Child (Rowling, Tiffany, Thorne) und ein kleiner Exkurs über das Reisen durch die Zeit

Cover der deutschen Ausgabe,
 Harry Potter und das verwunschene Kind.
Calsen-Verlag. 
Erscheinungsdatum 24.09.2016.
Titel: Harry Potter and the Cursed Child
Autoren: J.K. Rowling, John Tiffany, Jack Thorne
Genre: Fantasy, Theaterskript
Seitenzahl: 345
Sprache: Englisch


Endlich! Endlich ist es da! Das, worauf alle Potterheads so sehnsüchtig gewartet haben! Der achte Harry Potter ... 

Nicht der Harry Potter, wie wir ihn kennen und lieben. Harry Potter and the Cursed Child ist das Skript, bzw. das "Special Rehearsal Edition Script" des gleichnamigen, zweiteiligen Theaterstücks, das am 30.07.2016 Premiere im Londoner Palace-Theatre feierte. Einen Tag später, pünktlich zu Harrys (ungeachtet seines Alters im Stück) 36. Geburtstag, erschien die englische Fassung des Theaterskripts, ein Stück bestehend aus zwei Teilen und insgesamt vier Akten mit jeweils etwa zwanzig Szenen.


(Anmerkung: Die folgende Rezension bezieht sich, um nicht viel vorweg zu nehmen, hauptsächlich auf die Handlung des ersten Aktes.)


Inhalt


Die Handlung des Stücks knüpft direkt an das letzte Kapitel von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes an. Harry und Ginny begleiten ihre Kinder James und Albus zum Hogwarts-Express und Harry erklärt seinem verunsicherten Sohn Albus, dass der Sprechende Hut einem Schüler die Wahl lasse, wenn dieser sich unbedingt wünsche, in ein bestimmtes Haus zu kommen. Albus fährt ein wenig beruhigter mit seiner Cousine Rose, Tochter von Ron Weasly und Hermine Granger und ebenfalls Erstklässlerin, nach Hogwarts und stellt sich der Auswahl durch den Sprechenden Hut - der ihn prompt nach Slytherin schickt. Ein Potter? In Slytherin? 

Im Laufe seiner nächsten Schuljahre hadert Albus mehr und mehr mit dem erdrückenden Erbe seines berühmten Vaters, dem Gefühl, es als Slytherin niemandem in der gesamten Zaubererschaft und erst recht nicht seinem Vater Recht machen zu können und seiner Abneigung gegen Hogwarts. Einzig in Scorpius Malfoy, Draco Malfoys Sohn, findet er einen wahren Freund. Scorpius seinerseits muss sich gegen das Gerücht wehren, er sei kein Malfoy sondern der Sohn des gestürzten Lord Voldemort persönlich. 

In den Sommerferien vor seinem vierten Schuljahr in Hogwarts belauschen Albus und Cedric Diggorys Cousine Delphini ein Gespräch zwischen Amos Diggory und Harry Potter. Kurz darauf entflieht Albus zusammen mit Scorpius dem Hogwarts-Express und gemeinsam mit Delphini begeben sich die beiden Freunde mit dem Ziel, Cedric Diggory vor Lord Voldemorts Todesfluch zu bewahren, auf eine gefährliche Reise durch die Zeit ...


Montag, 1. August 2016

Montagsfrage: Urlaubslektüre

Die Montagsfrage ist eine Aktion, die regelmäßig auf dem Buchfresserchen-Blog stattfindet. Jeden Montag wird eine Frage rund ums Thema Bücher gestellt, die man dann innerhalb einer Woche auf seinem eigenen Blog beantworten kann. 
http://buch-fresserchen.blogspot.de/p/montagsfrage.html

 

Welche Bücher dürften in eurem Koffer nicht fehlen, wenn ihr jetzt in Urlaub fahren würdet

 

Camp NaNoWriMo 07/16: Ein kurz vor knappes Fazit

Tja, so schnell kann er herumgehen, ein Monat, oder, in meinem Fall, zwei Wochen mit selbstauferlegter Schreibarbeit. 

Für mich war dieser erste NaNoWriMo meines Lebens ein Testlauf - ist diese Art des Schreibens, des gegen-mich-selbst-Anschreibens eine Art zu arbeiten, mit der ich mich anfreunden kann? Bringt es mich in meinem Schreiben weiter, wenn ich plötzlich meinen Output um ein Vielfaches erhöhe, nur um der Textmasse willen? Bin ich ein Binge-Schreiber?

Nun ja ... lest meine Antwort auf diese Fragen in meinem folgenden Fazit, aber zuvor möchte ich euch noch jemanden vorstellen, der für das Camp NaNoWriMo von essentieller Wichtigkeit ist: Den Word Count Validator. In diesen unscheinbaren, holzgemaserten Freund gibt man seinen verfassten Text per Copy-and-Paste ein und lässt sich somit seine erreichte Wortzahl bestätigen. Also ... let's validate! 

Mittwoch, 27. Juli 2016

Camp NaNoWriMo 07/16: Schweigen im Walde und die üblichen Problemchen

Raus aus dem Heimurlaub und wieder rein ins Camp - so zumindest mein Plan für diese Woche, um mein persönliches Ziel zu erreichen. Im Moment sieht mein Wordcount ja noch ein klein wenig erbärmlich aus, oder, um es in Zahlen zu fassen: Ich habe bis jetzt 1093 Wörter an meinem Camp-Projekt geschrieben, also etwa 11 % meines Ziels - was übrigens die offizielle Zählung des Camp-Validators ist, mein Textprogramm kam nur auf 1091. 

Bei der Zählung habe ich ein klein wenig geschummelt, ein paar Wörter hatte ich nämlich schon vor Camp-Beginn zusammen, die ich allerdings im Laufe meines Schreibprozesses jetzt umgeschrieben habe, insofern, meiner Meinung nach, in meinen Wordcount hineinzählen dürfte. Besagte 1093 Wörter entstanden übrigens alle am ersten Tag meiner Camp-Teilnahme - mir war ja von Anfang an klar, dass ich in diesem Juli nicht durchgängig an meinem Text würde arbeiten können. Laut Camp-Statistik, die mir meinen erzielten Wordcount natürlich auf ein Tagespensum von 40 Wörtern herunterrechnet, würde ich übrigens am 07. März 2017 mit meinem Ziel fertig - ist das keine nette Motivation? :-)

Montag, 25. Juli 2016

Montagsfrage: Lesen in der digitalisierten Welt

Die Montagsfrage ist eine Aktion, die regelmäßig auf dem Buchfresserchen-Blog stattfindet. Jeden Montag wird eine Frage rund ums Thema Bücher gestellt, die man dann innerhalb einer Woche auf seinem eigenen Blog beantworten kann. 
http://buch-fresserchen.blogspot.de/p/montagsfrage.html

 

Hat sich dein Leseverhalten durch die fortschreitende Digitalisierung verändert? 

Freitag, 22. Juli 2016

Rezension: Wir kommen (Ronja von Rönne)


Titel: Wir kommen 
Autor: Ronja von Rönne 
Genre: Gegenwartsliteratur 
Verlag: Aufbau-Verlag 
Seitenzahl: 208 
ISBN: 978-3-351-03632-4 


Inhalt:


Vier polyamouröse Twenty-Somethings, ein stummes Kind und eine Schildkröte namens 390 Gramm: In dieser Konstellation fährt Nora, auf Rat ihres Therapeuten hin tagebuchschreibende Ich-Erzählerin des Romans, ans Meer, um den Tod ihrer Jugendfreundin Maja zu verarbeiten. Parallel zum Miteinander im Strandhaus erzählt Nora in Rückblicken von ihren Erlebnissen mit Maja aus Kinder- und Jugendtagen.   


Freitag, 15. Juli 2016

Kolumne: Pokémon Go... Away, Please!

pokemon-0001.gif von 123gif.deNeulich bin ich über ein wildes Bisasam gestolpert. Einfach so, im Garten. Ich traute meinen Augen kaum. Wollte ich doch eigentlich nur ein bisschen durchs Zwiebelbeet harken, da schlägt plötzlich ein ungemein großes, grünes Zwiebelexemplar mit messerscharfen Ranken nach mir! Und das Schlimmste daran: Ich hatte mein Smartphone nicht dabei und mein Pokéballgürtel gähnte vor Leere. Was tat ich also? Natürlich ergriff ich die Flucht und ließ somit die einmalige Gelegenheit sausen, in meinem Gemüsebeet ein Bisasam zu fangen. Aber noch nicht genug: Noch am selben Tag passierte mir das gleiche beim Bummel durch die Stadt mit einem Schwarm pickender und bettelnder fetter Taubsis. Okay, die Biester sind eher eine Landplage. Aber trotzdem! 

Das Allerschlimmste an der Sache übrigens: Ich besitze überhaupt kein internetfähiges Smartphone! Das heißt, wenn ich plötzlich im hohen Gras über ein Rattfratz, ein Knofensa oder doch ein Abra (die Mistviecher, die immer sofort verschwinden, wenn man sie nicht mindestens mit Meisterbällen bewirft!) stolpern sollte, könnte ich sie trotzdem nur manuell fangen – und wer schleppt schon ständig einen Beutel voller Pokébälle mit sich herum?

Donnerstag, 14. Juli 2016

Classic Confessions: Klassiker-Verfilmungen

http://derzauberkasten.blogspot.de/p/uber-die-aktion.htmlDie Classic-Confessions-Aktion hat sich Antonia von Lauter&Leise ausgedacht. Jeden Mittwoch stellt sie eine Frage aus dem weiten und spannenden Feld der literarischen Klassiker - ganz meine Bühne!



Und schon wieder ist es Zeit für die Classic Confessions! Wie schnell doch die Zeit vergeht, wenn man mal ein, zwei Wochen lang in Verzug gerät. :-) Bevor ich mich als mit Feuereifer der Camp NaNoWriMo-Arbeit widme, beantworte ich fix die dieswöchige Frage, bei der wir einmal das Klassiker-Medium wechseln:


Wie steht ihr zu Klassiker-Verfilmungen?


Mittwoch, 13. Juli 2016

Auf ins Camp!

Ab geht's, auf geht's! Mit zwei Wochen Verspätung (Bachelorarbeit und Semesterabschlusskonzert sei Dank) starte ich also zum ersten Mal ins Camp NaNoWriMo
Kurz worum es geht: Das Projekt NaNoWriMo, der "National Novel Writing Month", wurde erstmals 1999 von Chris Baty durchgeführt. Ziel ist es - beim normalen NaNoWriMo - innerhalb eines Monats, genauer gesagt, im November eines Jahres, einen Roman von 50.000 Wörtern zu schreiben und dabei den inneren Lektor zu überwinden. Ziel ist es hingegen nicht, einen perfekten Roman zu erschaffen, sondern einfach drauf los zu schreiben und Schreibblockaden zu überwinden. Schafft man das Wortziel, gibt es eine Gewinnerplakette.
Das Projekt selbst kenne ich schon seit Jahren, allerdings konnte ich mich nie dazu durchringen, teilzunehmen, sei es aus Zeitmangel, Faulheit, fehlendem Projekt oder weil ich das ganze Projekt verpennt hatte. Außerdem erschienen mir, der eher mal gelegentlich Schreibenden, 50.000 Wörter, wie sie im November-NaNoWriMo gefordert werden, als dezent zu viel. Und warum eine Herausforderung annehmen, wenn gar kein Projekt ansteht, dass einen derartigen Umfang erfordert? 

Erst dieses Jahr stieß ich dann auf das Camp NaNoWriMo, das immer im April und Juli stattfindet. Im Gegensatz zum NaNoWriMo setzt sich der geneigte Schreiberling hier sein Ziel selbst. Ich zögerte nicht lang und legte mir also einen Account an. 


Montag, 11. Juli 2016

Montagsfrage: Auf Spurensuche

Die Montagsfrage ist eine Aktion, die regelmäßig auf dem Buchfresserchen-Blog stattfindet. Jeden Montag wird eine Frage rund ums Thema Bücher gestellt, die man dann innerhalb einer Woche auf seinem eigenen Blog beantworten kann. 
http://buch-fresserchen.blogspot.de/p/montagsfrage.html

 

Wenn du einen Krimi/Thriller o.ä. liest, machst du dir selbst Gedanken darüber, wer der Mörder/Täter ist, oder lässt du dich prinzipiell vom Autor überraschen?


Sonntag, 10. Juli 2016

Classic Confessions: Literaturepoche, Kinderbuch und Gedicht

http://derzauberkasten.blogspot.de/p/uber-die-aktion.htmlDie Classic-Confessions-Aktion hat sich Antonia von Lauter&Leise ausgedacht. Jeden Mittwoch stellt sie eine Frage aus dem weiten und spannenden Feld der literarischen Klassiker - ganz meine Bühne!


Auf geht's, ab geht's! Wie ich gerade schon erklärt habe, musste mein Blog leider zwei, drei Wochen lang eine Zwangspause einlegen. Aber jetzt bin ich wieder aus meiner Höhle gekrochen und im echten Leben angekommen, also: Mit Volldampf an die Beantwortung der letzten Classic-Confessions! Weil mir die Fragen so gut gefallen, beantworte ich hier einfach mal alle verpassten. :-) Mit der Montagsfrage geht es (vielleicht, wenn es eine schöne Frage ist) ganz normal morgen weiter. 


Habt ihr eine bevorzugte Literaturepoche oder lest ihr gern quer durch die Vergangenheit?

Back again!

Jemine. In den letzten zwei Wochen habe ich meinen Blog ja wirklich stiefmütterlich behandelt... aber, manchmal, aber nur manchmal, gibt es eben im sogenannten Reallife Dinge, die vorgehen. Und genau das war auch der Fall! Denn nachdem ich letztes Wochenende mit aller Kraft das Jungschützenköniginnenamt meiner Schwester befeiern, und mich Ende letzter Woche dann auf unser Semesterabschlusskonzert (Schumann 4. Sinfonie, Rachmaninoff Klavierkonzert Nr. 2, Beethoven Overtüre aus "Egmont") konzentrieren musste, habe ich am Mittwoch endlich, endlich, endlich meine Bachelorarbeit eingereicht!!! Jippiejayeah! Und da vor etwa zwei Wochen schon die erste Masterplatzzusage in den Briefkasten geflattert kam, kann (könnte, ich kann das nämlich nicht gut) ich [mich] jetzt völlig chillaxen, oder wie man so schon sagt, oder eher entspannen... oder mich vielleicht auch nur mal wieder dem Schreiben, Freizeitlektüre, meinem Blog und anderen schönen Dingen des Lebens widmen. Freiheit! :D

Lange Rede, kurzer Sinn. In den nächsten Tagen gibt es hier wieder mehr:
  • Montags- und Mittwochsfragen
  • Leseberichte und Rezensionen 
  • und ganz vielleicht, wenn ich mich aufraffen kann, mich direkt wieder ans Exzess-Schreiben zu setzen, Berichte von meinem ersten Probelauf im Camp NaNoWriMo. Mir zweifelt ja noch. ;-) 
Aber erst einmal: Kein Stress. 

Cheerio und genießt die Sonne (falls ihr nicht genau solch bleiche Wasserleichenverschnitte seid, wie ich...)! ;-)

Montag, 20. Juni 2016

Montagsfrage: Magst und liest du Gedichte/Gedichtbände?

Die Montagsfrage ist eine Aktion, die regelmäßig auf dem Buchfresserchen-Blog stattfindet. Jeden Montag wird eine Frage rund ums Thema Bücher gestellt, die man dann innerhalb einer Woche auf seinem eigenen Blog beantworten kann. 

http://buch-fresserchen.blogspot.de/p/montagsfrage.html
 

Magst und liest du Gedichte/Gedichtbände?


Huch, ein Buch! - ein Bericht

16.50 Uhr

Sabine und Jenny von LizzyNet lassen nicht lange auf sich warten. Von innen erweist sich das ‚Rumpelstilzchen‘ als ein faszinierender Mix aus Irish Pub, deutscher Eckkneipe und dem ‚Tänzelnden Pony‘, wie ich es mir vorstelle. Wir bestellen Mineralwasser (sonst für mich immer "mit Gas", aber vor Lesungen sind alle Naturgesetze außer Kraft gesetzt) für alle und inspizieren die Karte… ein wenig Vorstellungskraft ist vonnöten. Ein klein wenig. Oder viel Geduld, um die mehrere Zeilen langen Beschreibungen der Gerichte zu verstehen, denn statt Pizza Funghi oder Tonno serviert man hier „Schinipizzel“, „Christos Burger“ und „George Clooney“, und während ich noch überlege, ob ich lieber Danny Ocean oder einen mit Laken verhüllten Burger auf dem Teller hätte, bemerkt LizzyNet-Sabine: „Bei jedem dieser Gerichte denkt man zuerst ‚Och, ganz nett‘, und dann liest man die letzte Zutat und dann ist das irgendwas Fieses.“ Eine sehr prosaische Feststellung, aber wahr. Ich entscheide mich für die Pizza „Spartakus“ mit Pilzen, Paprika, Tomaten und Spinat – eine eher ungewöhnliche, aber im Rahmen des Angebotes noch verblüffend unaufgeregte Kombination, die, ein Pluspunkt, mit keinem allzu hohen Mundgeruchsrisiko verbunden ist.


17.30 Uhr 

Das Essen schmeckt ganz gut. Interessanter sind aber die Einblicke, die Jenny und Sabine Anna, Timo und mir (Johanna steckt noch immer auf der Autobahn fest) in ihren Beruf als Onlineredakteure und, in Sabines Fall, Hörspiel-Autorin geben. (Und uns hinter vorgehaltener Hand den Tipp geben, lieber Hörbücher als popelige Romanprosa zu schreiben, wenn wir uns irgendwann einmal mehr als Rumpelstilzchens „Rumpel“-Pizza (exklusiv für 9,90€) leisten wollen. Ich mache mir eine geistige Notiz.)

Vor Flieder fotografieren kann ja jeder. Mein Male-Model rechts im Bild.

17.43 Uhr

Sabine und Jenny wollen unbedingt noch Fotos von uns an der Russischen Kapelle machen. Immerhin sollen wir noch mit Interview auf LizzyNet vorgestellt werden. Ich bin ein Glückspilz: als einzige bekomme ich für mein Foto ein Male-Model zur Verfügung gestellt … (Zu allen Fotos und dem LizzyNet-Rückblick über GreenFiction 2015/16 geht es hier!)

Donnerstag, 16. Juni 2016

Huch, verlaufen!

Einen Monat nach der offiziell letzten GreenFiction-Veranstaltung habe ich endlich meinen Veranstaltungsbericht fertig, juchhu! Um nicht wie bei meinem Lesungsbericht aus Leipzig alle mit der schieren Textlänge in die Flucht zu schlagen, dieses Mal in zwei Etappen. Hier kommt jetzt zuerst Teil 1 meines Tages in Darmstadt:
Auf meiner mentalen Deutschlandkarte gibt es ein paar weiße Flecken. Ich weiß, bei den meisten normalen Menschen steht unter einem dieser weißen Flecken dick und fett Sauerland geschrieben, aber da dieser Bereich auf meiner Karte in bunt und glitzernd erstrahlt, rechtfertigt das meiner Meinung nach meinen weißen Fleck namens Darmstadt. Wenn ich den Namen Darmstadt höre, denke ich an Langeweile, Mief und Tristesse, Vorurteile aufgrund des Klangs. Darm.stadt. Gut, vielleicht liegt es auch an dem Wörtchen Darm.

14.22 Uhr 

Donnerstag, 12. Mai 2016, Darmstadt. Ich steige aus dem Zug und sehe erst einmal nur Bahnhof. Meinem zu Hause in aller Eile und aus Mangel an mobilem Internet hingekritzelten Google-Maps-Exzerpts zufolge, muss ich den Westausgang nehmen und einmal um den Bahnhof herumlaufen. Das mache ich. Natürlich ist ein Teil meines herausgesuchten Weges gesperrt. Macht nichts, ich bin spontan. Ich brauche fast eine halbe Stunde, in der sich mein Eindruck von Tristesse und Mief bestätigt, einen Fußmarsch über eine Brücke und einen Beinahezusammenstoß mit einer Tram, bis ich auf der anderen Seite des Bahnhofs stehe – und feststelle, dass es auch hier einen Ausgang gibt. Den Hauptausgang.

In zweieinhalb Stunden treffen wir uns mit Jenny und Sabine von LizzyNet zum Essen auf der Mathildenhöhe. Für meinen Weg dorthin hatte ich etwa eine Dreiviertelstunde eingerechnet. Plusminus. Eine halbe ist schon um.


Als Lily einen Krimi schreiben wollte

„Ich muss mit dir reden.“
So begrüßt mich Lily, als ich mit den Gedanken bei der Lasagne von gestern und der Bierdose aus dem Kühlschrank die Wohnung betrete.
„Jetzt?“, frage ich.
„Sonst ist alles zu spät“, bestätigt Lily. Ich seufze. „Darf ich dabei essen?“
„Natürlich“, erwidert Lily großmütig. In der Küche hat sie einmal mehr Stifte und Papierstöße auf dem Esstisch verteilt, und ich überlege, ob ich wohl im Stehen essen muss. Ich stelle den Teller mit der Lasagne in die Mikrowelle, und Lily scheint meine Absicht zu registrieren, denn sie räumt einen Teil ihres Papierchaos vom Tisch auf einen der beiden wackligen Stühle. Sie selbst setzt sich auf den anderen und ich überlege, ob ich groß genug bin, um auf dem Boden sitzend über die Tischplatte schauen zu können. Die Mikrowelle piept.

„Ist was?“, fragt Lily, als ich unschlüssig mit dem Teller in der Hand vor dem Tisch stehe. „Ich habe dir da Platz gemacht.“
„Ja“, sage ich. „Danke.“ Ich stelle den Teller ab und setze mich kurzerhand auf Lilys Papierstapel, stehe aber noch einmal kurz auf, um mir Messer und Gabel zu holen. Die Lasagne hat Lily gekocht, gestern, und sie schmeckt hervorragend, wie sie das immer schafft, ist mir schleierhaft.
Lily lässt mich ein paar Gabeln essen, doch ich merke, dass sie mich durchgehend taxiert, also schaue ich auf. Sie grinst und klopft mit einem Stift gegen ihre Zähne, eine Angewohnheit, die mir nur zu vertraut ist.
„Also“, resigniere ich. „Was ist es diesmal?“

Mittwoch, 15. Juni 2016

Classic Confessions: Übersetzung oder Original?

http://derzauberkasten.blogspot.de/p/uber-die-aktion.htmlDie Classic-Confessions-Aktion hat sich Antonia von Lauter&Leise ausgedacht. Jeden Mittwoch stellt sie eine Frage aus dem weiten und spannenden Feld der literarischen Klassiker - ganz meine Bühne! 


Bevorzugt ihr bei Klassikern die Originalsprache oder eine Übersetzung?


Dienstag, 14. Juni 2016

Alles neu...

Jetzt hat sich mein Blog nicht nur umgezogen, sondern ist es auch. Ab jetzt findet man mich unter http://www.alinaschreibt.blogspot.de

Ich hoffe, dass alle Links, Seiten und Posts funktionieren. Falls ihr doch auf einen Fehler oder nicht funktionierende Verbindungen stoßen solltet, sagt mir bitte Bescheid. :-)

Und jetzt viel Spaß beim (neu) Entdecken!

Wichtig:


Vielleicht muss der ein oder andere noch einmal neu auf (ver)folgen klicken... Unannehmlichkeiten, die ein Umzug so mit sich bringt. Vielen Dank schon einmal fürs Weiterfolgen! :-)

Neues Design

Uff, das wäre vorerst geschafft! Nach einigen Stunden harter Arbeit* erstrahlt mein Blog in schlichterem, kühlen Grau-Blau. Warum genau? Na ja, zu Anfang hatte ich mir einfach irgendeine überladene Vorlage ausgesucht, die nach ganz ganz vielen Büchern aussah, und dabei außer Acht gelassen, dass es 
a) ja eigentlich mehr um den Inhalt gehen sollte, und
b) dass meine gewählte Vorlage rot war. 
Und genauso, wie ich mich in roten Räumen auf Dauer nicht wohlfühle, und mein(e) Zimmer seit jeher in kühlen Farben halte, habe ich jetzt meinem Blog einen helleren Anstrich verpasst. Vermutlich nicht der letzte, aber ich war dann doch froh, mich so früh für ein Umstyling entschieden zu haben**...

Vielleicht folgt in einiger Zeit auch noch die angekündigte Umbenennung. Wer weiß, wer weiß... 

So, und jetzt gut's Nächtle allerseits! :-) 


* Ich habe ja null bis gar keine Ahnung von Technik und Webdesign und tauge wirklich nur für Copy-and-Paste. Und wenn das dann nicht funktioniert, wie es sollte... Holland in Not! 
** Ich wüsste wirklich zu gern, was ich bei meinem ersten Blogversuch vermurkst habe. Jedenfalls streikten sämtliche Posts und Seiten einvernehmlich (mit ein paar Ausnahmen, Vorsicht, ich merke mir alles!), als es darum ging, das neue Vorlagendesign anzunehmen. Und das hieß für mich: Alles auf Anfang, alles von vorn, Copy-Paste-Copy-Paste. Was, bitte, liebes Blogger-Programm, ist so schwer daran, ein paar (ein paar? EIN PAAR SAGST DU?!) dämliche Links von einer Schriftart in die andere zu konvertieren. Bitte, WAS? ARRGH! *kleiderzerfetzundhaarerauf*
So. Zu einem war's gut: wenigstens hat jetzt meine Mecker-und-Motz-Kategorie ihren ersten Beitrag. Hooray.

Montag, 13. Juni 2016

Montagsfrage: Lesespuren

Die Montagsfrage ist eine Aktion, die regelmäßig auf dem Buchfresserchen-Blog stattfindet. Jeden Montag wird eine Frage rund ums Thema Bücher gestellt, die man dann innerhalb einer Woche auf seinem eigenen Blog beantworten kann. 

http://buch-fresserchen.blogspot.de/p/montagsfrage.html
 

Machen Lesespuren im Buch (Annotationen, Unterstreichungen, Besitzvermerke) ein Buch für Dich wertvoller oder mindern sie den Wert?


Samstag, 11. Juni 2016

Rezension: Der Augensammler (Sebastian Fitzek)

Titel: Der Augensammler
Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Psychothriller
Verlag: Droemer Knaur
Seitenzahl: 464
ISBN: 978-3-426-50375-1

Inhalt: 


Alexander Zorbach, Polizeireporter und Ex-Polizist, jagt den "Augensammler", einen mysteriösen Killer, der Mütter ermordet, ihre Kinder entführt und den Vätern 45 Stunden Zeit gibt, ihre Kinder zu finden, bevor er auch diese tötet und ihnen das linke Auge entfernt. Als Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, auftaucht und behauptet, durch Berührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen können, wird Zorbach in ein gefährliches Spiel verwickelt - denn Alinas letzter Patient war der geheimnisvolle "Augensammler" ...

Donnerstag, 9. Juni 2016

Classic Confessions: Klassiker in der Schule

Jay. Als wäre ich nicht schon überfordert damit, regelmäßig auf die Montagsfragen zu antworten, und meinen Blog mit eigenen Beiträgen zu füttern, habe ich jetzt noch eine weitere, allwöchentliche Fragenrunde gefunden, an der ich mich unbedingt beteiligen muss: Die Classic Confessions, jeden Mittwoch wieder abgefragt von Antonia von Lauter&Leise. Dann mal los! (Mit Frage 2. Immer ein bisschen zu spät dran.)

Habt ihr alle Klassiker, die ihr in der Schule lesen solltet, auch gelesen und welche habt ihr gelesen?

Donnerstag, 2. Juni 2016

Die Ballade vom Tode des Herzogs aus Sancerre

In unserem Grenzgänger-Autorenkollektiv betätigen wir uns immer mal wieder im Bereich des "Clue-Writing" (ein cooler, griffiger Ausdruck für das Schreiben nach Schlüsselwörtern, den ich mir vom Clue-Writing-Blog abgeguckt habe!). Bei dieser Gelegenheit kommt bei mir manchmal sogar etwas annähernd Lyrisches heraus...
Clues dieser Aufgabe: Lebenszeichen, blau, Sancerre, Herzogin, Farce

Montag, 30. Mai 2016

Montagsfrage: Die Klassiker

Die Montagsfrage ist eine Aktion, die regelmäßig auf dem Buchfresserchen-Blog stattfindet. Jeden Montag wird eine Frage rund ums Thema Bücher gestellt, die man dann innerhalb einer Woche auf seinem eigenen Blog beantworten kann. 

http://buch-fresserchen.blogspot.de/p/montagsfrage.html


Montagsfrage: Falls ihr Klassiker lest, habt ihr (einen) besondere(n) Favoriten und wenn ja warum?




Mittwoch, 25. Mai 2016

Rezension: Tolino Shine 2HD

Meine erste Rezension auf diesem Blog! Allerdings beginne ich nicht mit einem Buch, sondern mit einem Gerät, das mir in den letzten Monaten lieb und teuer geworden ist.
Noch vor zwei, drei Jahren hätte ich es mir nicht vorstellen können, meine Bücher jemals anders als auf Papier zu lesen. Aber nach ein, zwei Umzügen mit zwei, drei weiteren vor der Nase, durfte ich ja am eigenen Leib erfahren, wie schwer und sperrig so Bücherkartons werden können. In einem 12qm-Zimmer ist jetzt auch nicht so viel Platz, und als sich sowohl die Uni-Literatur als auch die ein oder andere eigene Veröffentlichung in eBook-Form häuften, beschloss ich irgendwann im Herbst letzten Jahres, mich auf unbekanntes Terrain zu wagen und mir einen e-Reader anzuschaffen – ein für ein Studentenbudget nicht unerheblicher Einschnitt, deswegen wollte ich mich nach Erscheinen der GreenFiction-Anthologie damit belohnen. Da meine Mutter aber das Gras wachsen und die Mäuse Eier legen hören kann und jede noch so kleine subtile Andeutung versteht, fand ich an Weihnachten 2015, wirklich vollkommen unerwartet, ein längliches, flaches Paket unter dem Weihnachtsbaum. Inhalt: ein Toline Shine 2HD.

Zunächst einmal war ich vollkommen begeistert, dass meine Mutter sich – allen vorigen Zweifeln zum Trotz – nicht nur zu diesem Geschenk durchgerungen, sondern sich auch für ein Tolino-Modell, den e-Reader der Buchhändler Bertelsmann, Thalia, Weltbild und Hugendubel entschieden hatte, und nicht etwa für einen Kindle. Ab und zu bestelle ich zwar schon über Amazon, aber im eBook-Bereich möchte ich dann schon lieber ungebunden bleiben.