Montag, 7. November 2016

Rezension: Am Ende bleiben die Zedern (Pierre Jarawan)

Titel: Am Ende bleiben die Zedern
Autor: Pierre Jarawan
Genre: Roman
Verlag: Piper
Seitenzahl: 391
ISBN: 978-3-8270-7865-0
Format: eBook



"Wer glaubt, er habe den Libanon verstanden,
dem hat man ihn nicht richtig erklärt." (S. 4)

Mit diesem Zitat eines alten, libanesischen Sprichwortes beginnt der Poetry-Slammer und Autor Pierre Jarawan seinen im Jahr 2016 veröffentlichten Roman Am Ende bleiben die Zedern. Der in Jordanien geborene Autor mit deutschen und libanesischen Wurzeln schafft es in seinem Romandebüt, die lyrische Sprache seiner Bühnenpoetik, die Geschichte eines über Jahrzehnte hinweg gespaltenen Landes und das einfühlsame Porträt eines jungen Menschen auf der Suche nach seinem Vater und sich selbst zu einer mitreißenden Geschichte zu verflechten, der es weder an Spannung, noch an Emotionalität und geschichtlicher wie politischer Genauigkeit mangelt. Jarawan erhielt für Am Ende bleiben die Zedern das Literaturstipendium der Stadt München 2015, sowie den Bayrischen Kunstförderpreis 2016. 


Achtung, diese Montagsfrage kann triggern!

Die Montagsfrage ist eine Aktion, die regelmäßig auf dem Buchfresserchen-Blog stattfindet. Jeden Montag wird eine Frage rund ums Thema Bücher gestellt, die man dann innerhalb einer Woche auf seinem eigenen Blog beantworten kann. 
http://buch-fresserchen.blogspot.de/p/montagsfrage.html

 

Habt ihr Trigger, die euch am Weiterlesen hindern


Hu, eine gefährliche Frage! Für mich allerdings einfach und in Kürze zu beantworten, denn außer den generellen Mag-ich-nicht-gefällt-mir-nicht-ist-mies-geschrieben-Argumenten, gibt es für mich in der Regel nur einen fixen Grund, ein Buch nicht zuende zu lesen, und das ist: Ekel. 💩 Ja, richtig, ich bin eine totale Ekel-Mimose! Bei Splatterfilmen halte ich mir, sollte ich aus Versehen eingeschaltet haben, die Augen zu, glibberiges Essen vermeide ich nach Kräften und bei Büchern, ja, da verfahre ich in der Regel genau so, denn ich habe einfach eine zu blühende Fantasie, um mir heraushängende Gedärme, ekliges Gewürm, herumspritzende Exkremente oder krude Mordfantasien zu Gemüt zu führen! (Und, wenn ich ehrlich bin, selbst die Vorstellung von selbigen bringt mich gerade beim Tippen zum Würgen ... es ist eine Krux!

Auch, wenn mein Gehirn und ich grundsätzlich (wie vermutlich ein Großteil der Menschen) vom Bösen und Dunklen fasziniert sind, so teilt mein Magen diese Faszination leider nicht - und darum sind schon einige Horrorromane und Thriller bei mir zum unausgelesenen Verstauben im Regal verdammt worden - bevor ich über das Buch kotze, lege ich es lieber an die Seite und lese in einer harmlosen Zusammenfassung nach, wie Herr King, Herr Laymon oder Frau Slaughter ihre überquellende Mord- und Ekellust dann irgendwie haben ausklingen lassen ... und gönne mir stattdessen lieber einen schmackhaften Klassiker, süßen Chick-Lit-Roman oder ein harmloses Lustiges Taschenbuch. 

Und, wie sieht es bei euch aus? Seid ihr auch so Magen-Mimosen wie meine Wenigkeit, oder habt ihr andere "Trigger", die euch ein Buch direkt zur Seite legen lassen?  

Sonntag, 6. November 2016

Zurück aus dem Altweibersommerloch!

Ein lautes - okay, ehrlich währt am längsten - verschlafenes Hallo in den grauen Novembersonntag hinein! 

Ja, mich gibt es noch. Anderthalb Monate Funk-, nein, passend zur Jahreszeit: Totenstille liegen hinter mir und meinem Blog, aus der ich uns jetzt aber ein und für allemal aufwecke:

KLINGELING! ⏰

So, jetzt sind wir alle wach und ich konnte gleich mal Bloggers neue Emoticon-Funktion ausprobieren. Fazit: Jap, die habe ich definitiv gebraucht! (Und jetzt brauche ich ganz dringend jede Menge Beherrschung, um nicht jeden meiner Beiträge mit den zahlreichen Icons zu füllen und damit vom Essentiellen abzulenken: den Texten. Na ja, seien wir mal nicht so streng mit uns selbst, ein kleiner 😀 hier und da hat doch noch niemandem geschadet, genau so wenig wie ein leckerer 🍹 oder eine gute Mütze voll 💤! 

Ich merke, das schreit die Tage mal nach einem kleinen Emoji-Text! 

Aber back to topic: Es gibt einen Grund für mein langes Stillschweigen, oder sogar mehrere, und auch wenn ich sonst nicht der größte Nähkästchenplauderer bin, so sollte ich doch ein, zwei Worte dazu loswerden: Ich schreibe euch gerade nämlich nicht mehr aus dem muckelig-warmen, wenn auch um diese Jahreszeit recht nebligen Freiburg im Breisgau, sondern aus dem momentan arschkalt-verplästerten Düsseldorf, ja, es hat mich nämlich Ende September vierhundert Kilometer rheinabwärts verschlagen! Meine Zeit an der Freiburger Uni war leider vorbei, und mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass ich irgendwann in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren vielleicht mal an einen Broterwerb denken sollte, habe ich mich daraufhin für den Master Literaturübersetzen in Düsseldorf eingeschrieben. Und da bin ich nun, neue Stadt, neue Uni, neue WG, neue Menschen, alte Menschen, neue Aufgaben, neue Jobs, neue-alte Fernbeziehung ... 

Das alles unter einen Hut, oder vielmehr eine Wintermütze zu bekommen, war meine Priorität in den letzten sechs Wochen, weshalb mein Web-Wohnzimmer hier für eine Weile unbeheizt bleiben musste. Aber jetzt wird es langsam Zeit, ein paar Holzscheite in den Ofen zu schieben, ein bisschen Papier draufzupacken und meinem ausgekühlten Blog mit ein paar Artikeln wieder ordentlich einzuheizen! (Klingt nur ein bisschen vulgär, der Vergleich, aber gut.) Den NaNoWriMo lasse ich aber trotzdem ausfallen - offiziell, mein privater NaNo läuft natürlich immer weiter. 

Ich danke allen, die auch nach dieser langen Zeit der Stille wieder (oder noch?) als Leser bei mir vorbeischneien, sage Willkommen zurück! und weitherhin Viel Spaß beim Lesen!

💝🍂🌁🍵🍕🍫